Pilotprojekt – Kanton Uri
Das Vorhaben «Netzwerk frühe Kindheit» verfolgt im Kanton Uri explizit den Ansatz der Familienzentrierten Vernetzung. Anfang 2024 startete der Kanton Uri (in Anlehnung an die oben erwähnte Vorstudie) das vierjährige Pilotprojekt, um die Früherkennung und Begleitung belasteter Familien nach dem Vorbild der "Frühen Hilfen" aus Österreich sicherzustellen. Zentral ist dabei die Begleitung der Familien in Form einer Fallführung (Case management). Diese Begleitung geschieht ressourcenorientiert, niederschwellig sowie kostenlos und die Familien werden bei Bedarf zu bestehenden Angeboten zugeführt oder dorthin begleitet. Weitere Schwerpunkte sind die Vernetzung der Urner Akteure im Bereich der frühen Kindheit und der Ausbau ihres Früherkennungspotenzials. Ergebnisse der begleitenden Evaluation werden Ende 2026 vorliegen und auf dieser Website publiziert werden.
Pilotprojekt – Kanton Basel-Landschaft
Das Pilotprojekt «FamilienLotsinnen» setzt im Kanton Basel-Landschaft von 2026 bis 2029 das Modell der familienzentrierten Vernetzung konkret um. Es richtet sich an Familien vom Zeitpunkt der Schwangerschaft bis zum Schuleintritt der Kinder und unterstützt sie frühzeitig, freiwillig und bedarfsorientiert. Die Unterstützung der Familien erfolgt durch «Familienlotsinnen» von spF Baselland. Der Kanton übernimmt das Netzwerkmanagement. Ziel des Projekts ist es, Belastungssituationen frühzeitig zu erkennen und abzufedern, die Ressourcen der Famlien zu stärken sowie Risiken und Folgekosten zu reduzieren.
Im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) wird die Projektumsetzung und Wirkung durch eine Begleitstudie evaluiert. Die gewonnenen Erkenntnisse zur Umsetzung und Wirkung sollen für andere Regionen aufbereitet und zugänglich gemacht werden.